Bild: Szene aus dem Hinspiel: Der gesperrte Sascha Hingerl attackiert Türkgücü-Kapitän Ünal Tosun.
Buchbach hofft auf hellwachen Start
Auftakt Samstag um 14 Uhr bei Schlusslicht Türkgücü München – Sascha Hingerl gesperrt
Knifflige Aufgabe für den TSV Buchbach beim Start in der Frühjahrsrunde der Fußball-Regionalliga Bayern: Die Rot-Weißen gastieren am Samstag um 14 Uhr beim Tabellenschlusslicht Türkgücü München im Dante-Stadion. „Wir gehen mit breiter Brust ins Spiel und wollen die drei Punkte mitnehmen“, sagt Buchbachs Trainer Aleksandro Petrovic.
Der Coach muss heute seinen gesperrten Sechser Sascha Hingerl ersetzen und muss auch auf Leon Tutic verzichten, der sich an den Adduktoren verletzt hat. Ansonsten kann Petrovic aber aus dem Vollen schöpfen. Auch der lange verletzte Stammkeeper Ludwig Zech ist ja in den letzten beiden Wochen wieder ins Training eingestiegen und hat dabei einen stabilen Eindruck hinterlassen, so dass er heute zwischen den Pfosten stehen wird. „Wir haben eine gute Vorbereitung gespielt, der Gegner aber auch. Jetzt geht es an das Tagesgeschäft, da werden die Karten sicher neu gemischt. Nach der langen Winterpause, weiß ja keiner so genau, wo er steht.“
Nach dem einkassierten U23-Urteil gegen Schwaben Augsburg hat sich die Situation für Schlusslicht Türkgücü bei zehn Punkten Rückstand zum rettenden Ufer wieder extrem verschärft, insofern erwartet Petrovic einen Gegner, der von der ersten Minute an ein Statement setzen will. „Da müssen wir dagegenhalten“, so der Coach der Rot-Weißen, der sich nicht groß über das überraschende Sportgerichtsurteil äußern will: „Ich fühle mit den Betroffenen. Uns betrifft es ja Gott sei Dank nicht weiter. Wie immer befassen wir uns nur mit Dingen, die wir beeinflussen können. Und das ist eindeutig das Spiel am Samstag bei Türkgücü. Alles andere zählt nicht.“
Mit der Mannschaft, die Buchbach in der Vorrunde mit 2:0 geschlagen hat, ist der Gegner heute nicht mehr zu vergleichen. „Türkgücü hat sich in der Winterpause richtig gut verstärkt. Unter anderem mit Fatjon Celani von uns. Da werden nicht mehr viele Spieler auf dem Platz stehen, die in der Hinrunde dabei waren. Türkgücü hat jetzt eine Mannschaft mit sehr hoher individueller Qualität“, so Petrovic, der ja mit Türkgücü-Trainer Alper Kayabunar freundschaftlich verbunden ist: „Wir telefonieren immer mal wieder miteinander. Aber am Samstag ist Alpi sportlich gesehen 90 Minuten mein Gegner. Danach wünsche ich ihm persönlich wieder alles Gute.“
Dass das Geläuf im Dante-Stadion kein Wembley-Rasen ist, stört Petrovic übrigens nicht sonderlich: „Es müssen ja beide Mannschaften darauf spielen. Wir müssen uns auf die Verhältnisse einstellen und sie so annehmen, dass wir das Spiel gewinnen. Wenn eine andere Mannschaft besser ist als wir, dann werde ich gratulieren, aber wir müssen es mehr wollen als der Gegner. Es gibt immer mal bessere Mannschaften, aber es darf keine Mannschaft geben, die den Sieg mehr will als wir.“
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