Bild: Hitzige Duelle, wie im Hinspiel zwischen den Buchbachern Sascha Hingerl (re), Nerman Mackic und Burghausens Felix Bachschmid, werden auch Freitagabend erwartet.
Buchbach zum Derbykracher bei Wacker
Beide Lokalrivalen setzen Freitag um 19 Uhr auf Sieg – Gäste seit neun Spielen ungeschlagen
Derbytime in der Fußball-Regionalliga Bayern: Der TSV Buchbach gastiert am Freitag um 19 Uhr beim SV Wacker Burghausen und geht erstmalig in der Geschichte dieses Duells als die Mannschaft ins Rennen, die zumindest auf dem Papier mehr vorzuweisen hat.
Mit 40 Punkten aus 24 Spielen haben die Rot-Weißen als Tabellensechster den Klassenerhalt praktisch in der Tasche, die Gastgeber konnten mit dem 5:3 letzte Woche in Hankofen ihr Konto immerhin auf 34 Punkte aufstocken – gleichzeitig der erste Sieg unter dem neuen Trainer Lars Bender. Die Rot-Weißen mussten sich dagegen letzte Woche mit einem 1:1 gegen Schwaben Augsburg begnügen, sind aber seit neun Spieltagen ungeschlagen und gehören damit jahresübergreifend zu den formstärksten Mannschaften der Liga. „Es macht richtig Spaß, den Jungs zuzusehen. Obwohl wir mittlerweile gut dastehen, sind sie genauso geil wie im Herbst, als wir noch nicht so viele Punkte hatten. Das ist absolut positiv hervorzuheben“, freut sich Trainer Aleksandro Petrovic.
Optimismus herrscht aber auch bei den ambitionierten Gastgebern, die sich ja mittelfristig die Rückkehr in den Profi-Fußball als Ziel gesetzt haben. „Unser Ziel ist es, den Schwung aus der zweiten Halbzeit in Hankofen mit in das Spiel zu nehmen. Wir haben zwei Gesichter gezeigt: Wenn wir mit Spielfreude und Überzeugung auftreten, können wir als Team sehr erfolgreich sein. Aber wir haben auch gesehen, was passiert, wenn uns diese Eigenschaften fehlen. Wir wollen aktiv sein“, sagt Bender, wohl wissend: „Buchbach ist ein besonderes Spiel: Freitagabend, Flutlicht, zwei Mannschaften, die unbedingt gewinnen wollen. Wir wollen das Publikum mitnehmen und das Match auf unsere Seite ziehen.“
Für Wacker gilt es nach dem überschaubaren Heimauftritt beim 0:0 gegen Aubstadt, wieder mehr Feuer zu entfachen, unterm Strich sind beide Kontrahenten mit je vier Punkten aus zwei Spielen der Frühjahrsrunde aber gleichstark gestartet, so dass es keine ausgewiesene Favoritenrolle gibt. Die Derby-Bilanz spricht freilich für den SV Wacker Burghausen: In 23 direkten Duellen konnte der SVW insgesamt zwölf Siege feiern, während Buchbach sieben Erfolge verbuchte. Die übrigen Partien endeten unentschieden, wie auch das Hinspiel, das im September letzten Jahres nach Treffern von Tobias Sztaf und Daniel Bares keinen Sieger fand. Das letzte Derby in der Wacker-Arena entschied Burghausen mit 2:0 für sich.
Bei den Gastgebern steht Sebastian Malinowski nach seiner Gelb-Sperre wieder zur Verfügung. Auch Tobias Hofbauer hat seine Sperre abgesessen und wird die Defensive verstärken, während der gesperrte Innenverteidiger Vojtech Mares nicht an Bord ist. Die Einsätze von Marcel Spitzer und Harry Birtwistle, die sich beide bereits wieder im Mannschaftstraining befinden, sind noch offen. Die Gäste müssen auf den Ex-Burghauser Philipp Walter verzichten, der wegen einer Gelb-Sperre nicht dabei ist. Für Rekonvaleszent Leon Tutic kommt die Partie zu früh, dagegen sind die zuletzt angeschlagenen Samed Bahar und Tobias Heiland wieder zurück im Kader.
Petrovic: „Wir haben bei der Aufstellung die Qual der Wahl. Das ist auch gut so, wobei es für mich als Trainer auch einige Härtefälle gibt. Aber die Jungs pushen sich im Training extrem, gehen ans Maximum, weil jeder spielen will. Das ist dann eher ein Luxusproblem. Wir haben maximale Energie, das macht richtig Bock, deswegen sind die drei Punkte auch in diesem Spiel unser Ziel.“
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