Bild: Dürfen die Buchbacher Philipp Walter (von links), Samed Bahar, Albano Gashi, Sascha Hingerl und Kevin Hingerl heut den nächsten Dreier bejubeln?

Petrovic: „Das wird sehr unangenehm“

Buchbach erwartet Freitag um 19 Uhr den TSV Schwaben Augsburg – Bahar fraglich

Nach dem erfolgreichen Start in die Frühjahrsrunde mit dem 4:1-Erfolg bei Türkgücü München will der TSV Buchbach vor heimischem Publikum möglichst die nächsten drei Punkte einfahren. Die Rot-Weißen erwarten am Freitag um 19 Uhr den TSV Schwaben Augsburg, der vor dem 24. Spieltag der Fußball-Regionalliga Bayern auf Platz zehn steht.

„Das wird eine der unangenehmsten Aufgaben im Frühjahr“, legt sich Buchbachs Trainer Aleksandro Petrovic fest und begründet seine Aussage mit dem Hinweis auf die Spielstärke des Gegners, der ja weiterhin nicht sicher sein kann, dass er die zunächst abgezogenen Punkte behalten kann. Der Aufsteiger muss wegen des vierfachen Verstoßes gegen die U23-Regelung noch abwarten, was das Oberlandesgericht in Nürnberg entscheidet, wenn die betroffenen Vereine Einspruch erheben. „Das geht uns Gott sei Dank nichts an, wir hatten die letzten Jahre genug Stress. Jetzt sind wir froh, dass wir uns in einer komfortablen Lage befinden“, so Petrovic, der aber gleich klarmacht: „Mir ist wichtig, dass wir weiter fokussiert bleiben. Das ist ja die Kunst, immer mehr zu wollen.“

Mit 39 Punkten stehen die Buchbacher elf Runden vor Saisonschluss schon unmittelbar vor dem Klassenerhalt, der Gegner aus Augsburg hat derzeit 29 Zähler auf dem Konto und spielt abgesehen von den juristischen Problemen ebenfalls eine bärenstarke Saison. Das Team von Spielertrainer Matthias Ostrzolek ist mit einem 3:2-Erfolg beim TSV Aubstadt ins Fußball-Jahr gestartet und hat auch vergangenes Wochenende beim 1:1 gegen Mitaufsteiger Hankofen-Hailing gepunktet.

„Das ist eine sehr spielstarke Mannschaft mit richtig guten Abläufen und vielen gegenläufigen Bewegungen. Insgesamt ist Schwaben Augsburg sehr fluide im Stil und deswegen schwer zu fassen. Schon nach dem Hinspiel, das wir ja 2:0 gewonnen haben, war die Rückmeldung der Jungs, dass es sehr eklig war“, beschreibt Petrovic den Gegner. Bester Torschütze der Schwabenritter ist Jonas Greppmeir, der bislang bei nur acht Einsätzen fünf Treffer erzielen konnte. Petrovic: „Vorne hat Augsburg viele schnelle Leute, die sehr variabel sind. Und mit Greppmeir hat Augsburg einen gefährlichen Zielspieler. Wir müssen da in jeder Phase des Spiels hellwach sein, sonst gibt es eine böse Überraschung.“ Inwiefern der Rasen in der SMR-Arena richtigen Kombinations-Fußball mit tollen Spielzügen zulässt, bleibt abzuwarten. Petrovic: „Wir müssen die Bedingungen annehmen, das gilt aber natürlich auch für den Gegner.“

Grundsätzlich ist die Stimmung bei den Gastgebern natürlich gut und auch in personeller Hinsicht gibt es wenig Probleme: Sechser Sascha Hingerl hat seine Sperre abgesessen und steht wieder zur Verfügung. Noch kein Thema ist der angeschlagene Leon Tutic, ein Fragezeichen steht hinter Rechtsverteidiger Samed Bahar, der in der Trainingswoche mit muskulären Problemen zu kämpfen hatte. Ansonsten hat Petrovic aber die Qual der Wahl.

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